Knapp 3 Millionen Menschen waren im letzten Jahr in Deutschland durchschnittlich arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Rückgang um 8,1% gegenüber 2010, wie die Bundesagentur für Arbeit im März 2012 veröffentlichte. Noch erfreulicher hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt entwickelt, betrachtet man die Zahlen für die Unterbeschäftigung, die um 550.000 und damit um 11,7% niedriger lag als in 2010.
Um die tatsächliche Lage auf dem Arbeitsmarkt zu beurteilen macht es Sinn, den Blick zu erweitern und auf die Zahl der Unterbeschäftigten zu richten. Über die offiziell arbeitslos gemeldeten Personen hinaus sind hier auch diejenigen erfasst, die auf dem regulären Arbeitsmarkt keine bezahlte Beschäftigung finden obwohl sie diese suchen. Dies sind u.a. Teilnehmer an Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen, kurzfristig Arbeitsunfähige oder Selbständige mit Gründerzuschuss.
Etwas über 70% der Unterbeschäftigten waren im letzten Jahr offiziell arbeitslos gemeldet, weitere 1,2 Millionen wurden nicht in der Arbeitslosenstatistik erfasst. Diese eingerechnet gab es 4,2 Millionen Unterbeschäftigte im letzten Jahr. Der starke Rückgang der Unterbeschäftigung um 11,7% gegenüber 2010 erklärt sich u.a. aus einem wesentlich geringeren Einsatz von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Arbeitsgelegenheiten im letzten Jahr.