Im Jahr 2010 wurden über 2,7 Millionen Unfälle in deutschen Haushalten registriert – 7.500 und damit mehr als im Straßenverkehr, endeten tödlich. Hauptursache für dieses Phänomen ist wohl, dass man sich in den eigenen 4 Wänden sowie im Ausüben seiner Aufgaben sicher fühlt und damit die Konzentration nachlässt.
Ein großes Verletzungsrisiko birgen in jedem Fall Arbeiten in einer gewissen Höhe – zum Wechseln einer Deckenlampe wird oftmals nicht die Leiter aus dem Keller geholt, sondern lieber ein unsicherer Untersatz wie ein Bürostuhl oder eine Kiste genutzt. Aber auch, wer eine Leiter benutzt, ist nicht automatisch sicher – hierbei gilt es zu beachten, dass ein aktuelles GS-Prüfsiegel an der Leiter angebracht ist. Dieses garantiert Stabilität und damit Sicherheit. Eine andere Gefahrenquelle sind lockere Teppiche oder Fußmatten. Damit man nicht ausrutschen kann, sollte deren Unterseite möglichst rutschfest sein.
Besonders oft werden Elektroarbeiten unterschätzt. Dabei ist hier besondere Vorsicht geboten. Wer sich mit der Materie nicht ausreichend auskennt, sollte lieber einen Fachmann die Reperatur erledigen lassen – auch, wenn es nur das Auswechseln einer Steckdose ist. Auch beim Baden kann Strom gefährlich sein – beispielsweise, wenn der Fön ins Wasser fällt. Abhilfe dagegen verschaffen FI-Schutzschalter; diese werden zwischen Steckdose und Fön geschaltet und können in Bruchteilen einer Sekunde den Stromkreis unterbrechen.
Nicht zu verachten ist auch das Feuer. Verwendet man im Haushalt Chemikalien, sollte man sich in jedem Fall die Warnhinweise gründlich durchlesen! Brennt es auf dem Herd, darf zum Löschen keinesfalls Wasser, sondern etwa Sand oder eine Löschdecke verwendet werden. Mit diesen Tricks können die Risikoquellen im eigenen Haushalt minimiert werden.