Es war noch nie besonders günstig, Energie zu sparen. doch wird es nun noch einmal deutlich teurer, denn Hausbesitzer und Wirtschaft können mit bis zur halben Milliarde Euro jährlichen Zusatzkosten rechnen, um den Neubauten den neuen, strengen Regeln gerecht zu werden, was die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) anbelangt.
Die Regierung zwingt den Hausbauern strenge Regeln auf und einiges wird teuer. Das Bundesministerium plant, dass für Neubauten, was die Energieeffizienz anbelangt, schärfere Standards gelten sollen. Kellerdecken müssen zum Beispiel besser isoliert und Fenster dreifach verglast werden. Zum Sanieren von Altbauten gelten jedoch weiterhin bisherige Regeln.
Für Mieter bedeutet dies, dass bei neu gebauten Häusern und ebenso Wohnungen, die künftig vermietet werden, Steigerungen nicht ausgeschlossen werden können, wie es im EnEV-Entwurf heißt, welcher zwischen den Ministerien derzeit abgestimmt wird. Die “taz” berichtet, dass das Schriftstück beispielsweise vorsieht, dass die Fenster der neuen Wohngebäude dreifach verglast und zudem Kellerdecken optimaler isoliert werden müssen.
Jedoch gelten diese Verschärfungen lediglich für Wohngebäude, welche nach dem Inkrafttreten der neuen Regelungen gebaut werden. Für das Sanieren von Altbauten sollen dementsprechend weiterhin die alten Regeln des Jahres 2009 gelten. Zudem sollen die Standards zum Wärmedämmen von Bürotürmen sowie anderen Gewerbebauten sogar herabgesetzt werden. Jedoch stehen diese Ausnahmen bei Klimaschützern in der Kritik, da diese der Meinung sind, dass die Bundesregierung so nie die eigenen Effizienzziele erreichen wird, wie Ulf Sieberg vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) berichtete.
Laut “taz” dürfen Hausbesitzer, die in ihre Neubauten umweltfreundliche Heizungen einbauen, beim Dämmen sparen. Dies betrifft effiziente Öl- oder Gaswertheizungen, welche mittels Solaranlagen, Wärmepumpen oder Holzpellet-Kesseln kombiniert werden.
Bundesbauminister Peter Ramsauer der CSU will die Klimafreundlichkeit von Wohngebäuden mit Hilfe von Energieausweisen kontrollieren. Bei den Angaben, was den Gebäudezustand angeht, die die Eigentümer in Energiepässen machen müssen, wird bisher oftmals geschummelt, doch in der Zukunft müssen die Energieausweise registriert werden, damit eine stichprobenartige Überprüfung ermöglicht wird.